Busschule


Seitdem die Egbert-Grundschule in ihrem Ausweichstandort in Kürenz untergebracht ist, gehört nicht nur das Busfahren zum Sportunterricht nach Olewig, sondern auch der Schülertransport zum Schulanfang und Unterrichtsende für viele Schülerinnen und Schüler zum Alltag.
Anlass genug, dass der Schulelternbeirat beim Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Trier für ein Bustraining anfragte und sich die Möglichkeit ergab, dass alle Kinder der Schule daran teilnehmen konnten.

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Da auf dem Schulgelände in Kürenz nicht ausreichend Platz vorhanden ist, fand die „Bus-Schule“ im Betriebshof der Stadtwerke in Zewen statt.
Auch die Kinder der Klasse 1 sind sehr interessiert an den Erklärungen und Hinweisen von Uwe Press und Wolfgang Adams vom Verkehrsbetrieb.

Die „Bustrainer“ zeigen anschaulich, warum es wichtig ist, einen gewissen Abstand von der Bordsteinkante einzuhalten, um nicht für den Busfahrer im „toten Winkel“ zu stehen. Auch ist ein umsichtiges Verhalten beim Ein- und Aussteigen angebracht. Die Erstklässler machen sich auf Erkundung im Bus und erfahren, wie die Notausstiege und Nothämmer funktionieren und welche Bedeutung die angebrachten Schilder im Bus haben.



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Anschließend können die Kinder etwas Praktisches ausprobieren. Uwe Press erklärt, dass die Hintertüren im Notfall auch manuell geöffnet werden können. Für große Menschen kein Problem, für Kinder eine Herausforderung. „Mit der Räuberleiter bin ich auch an den Notschalter gekommen und wir konnten dann die Türen aufschieben“, sagt Matthias und lässt den nächsten Mitschüler üben.

Um auf mögliche Gefahren während der Busfahrt hinzuweisen, kommt nun eine blaue Tonne zum Einsatz. „Um den Kindern zu zeigen, was im Bus alles passieren kann, wenn man sich nicht richtig festhält, setzen wir nun „Paulinchen“ ein“, erklärt Wolfgang Adams. Alle setzen sich im Bus auf einen Sitzplatz, nur das Fass „Paulinchen“ steht ungesichert mitten im Gang. Fahrer Uwe Press beschleunigt den Bus auf ca. 22 km/h und macht eine Vollbremsung. „Paulinchen“ wird von hinten bis nach vorne geschleudert. Die Kinder sind erstaunt, mit welcher Wucht die Tonne durch den Bus fliegt. Alle bekommen eine Ahnung davon, was Fahrgästen bei einer Vollbremsung passieren kann, wenn sie nicht richtig auf einem Platz sitzen oder sich nicht festhalten.
„Viele Schüler wechseln nach der Grundschule zu weiterführenden Schulen und sind dann oft auf den Bus angewiesen. Um ihnen das richtige Verhalten beim Busfahren zu zeigen, bieten wir die Busschule an“, erklärt Wolfgang Adams.

Den Abschluss der Bus-Schule bildete die Fahrt mit dem Linienbus durch die Waschstraße, was sicherlich auch ein besonderes Erlebnis für die Erstklässler war.




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